Spanien – Madrid

Madrid – 25.09.18 

Nach einem sehr anstrengenden 3 Stunden Flug, traf ich in Madrid ein. Der Typ hinter mir rüttelte und schüttelte die ganze Zeit an meinem Sitz herum. Als ich etwas sagte, hörte er zwar kurz auf, begann jedoch kurze Zeit später wieder. Echt ein anstrengender Kerl. Am Flughafen angekommen, konnte ich den UBER Pickup Stand einfach nicht finden. Da mir keiner wirklich weiterhelfen konnte, nahm ich kurzerhand ein Taxi. Schlussendlich war dies sogar noch billiger als ein UBER. So wie es angefangen hatte, ging es auch weiter. Die Taxifahrt war ziemlich nervenaufreibend und schon fast filmreif. Der Taxifahrer war ein älterer Spanier, welcher kaum ein Wort Englisch sprach. Somit ging die Fahrt stillschweigend vor sich hin. Bis auf einmal zwei Spuren zu einer zusammengeführt wurden und sich ein andere Autofahrer stinkfrech vor ihn drängelte, so dass er abrupt abbremsen musste. Dann hupte er pausenlos und schimpfte lautstark vor sich hin. Auch wenn ich kein Spanisch verstehe, konnte man seine Wut im Gesichtsausdruck ablesen. Ich schnallte mich sicherheitshalber einmal an, da ich die doofe Angewohnheit habe, mich auf der Rückbank nicht anzuschnallen. Bis zur Autobahnausfahrt lief eigentlich alles rund und er hatte sich auch wieder beruhigt. Dann fuhr der Taxifahrer mit einem anderen Autofahrer auf gleicher Höhe und es machte keiner der Beiden den Anschein, dem anderen den Vortritt zu überlassen. Ich sagte leise vor mich hin „jetz chlöpfts“. Im allerletzten Moment ging der Taxifahrer auf die Bremse und hupte was das Zeug hielt. Selbstverständlich schimpfte er wieder wie wild drauflos und diesmal noch viel schlimmer als zuvor. Die ganze Wut kam wie aus der Pistole geschossen aus ihm heraus. Es war nicht anders zu erwarten, dass er diese Aktion nicht auf sich sitzen liess und dem Autofahrer ganz dicht auf den Fersen war. Ich war mir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr sicher, ob er wusste, dass ich auch im Auto sass. Auf einmal fuhr er neben den anderen Autofahrer hin, liess die Scheibe runter und schrie wie am Spiess. Anfänglich reagierte der andere nicht, doch dann liess er ebenfalls die Scheibe runter und sie brüllten sich gegenseitig nur noch an. Schreiend fuhren sie neben einander her. Echt wie im Film und die Story war noch nicht vorbei. Ich sass mucksmäuschenstill auf der Rückbank und war einfach nur froh, wenn ich heil ankomme. Als bei einem Rotlicht beide anhalten mussten, zog der Taxifahrer die Handbremse und stieg aus. Ich dachte, dass er ihm eine Faust verpassen wird. Doch zu meinem Erstaunen lief er nicht zum Autofahrer hin, sondern zum Polizeiauto hinter uns und schilderte den Vorfall. Obwohl diese im Moment nichts tun konnten, fuhren sie anschliessend dem anderen Autofahrer hinterher. Als der Taxifahrer danach wieder ins Auto stieg und wir stillschweigend weiterfuhren, sagte er plötzlich „I’m so sorry Miss“. Ich schluckte leer und sagte, „It’s OK, no worries. I’m really happy that it’s over now“. Kurz vor dem Ziel teilte er mir mit, dass er leider nicht über den Platz bis zum Hostel fahren darf, er bringe mich jedoch so nahe wie möglich. Ich schnallte meine Rucksäcke um und lief über den Platz auf welchem es nur so von Leuten wimmelte. Trotz der Beschreibung des Taxifahrers sowie Google Maps, konnte ich die Strasse des Hostels nicht finden. Anstatt mich noch lange im Kreis zu drehen, fragte ich zwei Polizisten um Hilfe. Et voilà, keine zwei Minuten später stand ich vor dem „TOC Hostel Madrid“ und checkte kurz nach Mitternacht ein. Anstatt mit einem Schlüssel oder einem Badge, waren alle Zimmer top modern mit Fingerprint Türöffnern ausgestattet. Das Hostel machte mir einen tollen Eindruck und sah echt spitze aus, was sich auch nach dem Einchecken ins Zimmer weiter bestätigte. Zudem war ich froh, dass zurzeit nur ein Bett besetzt war und sich diese Person gerade unter der Dusche befand. Somit konnte ich danach ohne schlechtes Gewissen ebenfalls noch kurz unter die Dusche hüpfen. Ich teilte Bopa noch kurz mit, dass ich gut angekommen bin und schlüpfte nach einer wohltuenden Dusche in meinen Schlafsack.

Da sich um die Ecke des Hostels gleich ein Starbucks befand, konnte ich natürlich nicht widerstehen dort das Frühstück zu mir zu nehmen.

Danach machte ich mich auf den Weg ins nahegelegene Einkaufszentrum, um mir nochmals ein paar Kompaktkameras anzuschauen. Im Gegenteil zu Malta, hatten sie hier ein so grosse SONY-Angebot, dass ich schon fast wieder überfordert war. 😉 Ich knipste von ein paar möglichen Modellen ein Foto, damit ich die nötigen Informationen hatte und schaute mir diese anschliessend im tollen Aufenthaltsbereich des Hostels in Ruhe an.

Nachdem ich ein paar Reviews über die Kameras gelesen hatte und natürlich noch den Rat von Bopalino einholte, welcher sich damit viel besser auskennt als ich, arbeitete ich noch ein bisschen an meinem Blog. Im Anschluss plante ich meine Weiterreise nach Südamerika, welche immer mehr Fleisch am Knochen bekam. Seit ich auf Reisen war, hatte ich noch nie so viel Zeit für meine Weiterreise investiert wie diesmal. Doch es war es mir wert. Nach einer Dusche machte ich mich auf ins Restaurant „La Finca de Susana“. Da ich alleine war, schienen sie im ersten Moment etwas überfordert zu sein, obwohl sie noch mehr als genügend Platz im Restaurant frei hatten. Ich bestellte eine Paella was sich hier „Rice Fisherman Style“ nannte, welche nicht ganz so war, wie ich mir diese vorgestellt hatte. 

Als ich mich auf den Rückweg machte, hörte ich auf dem „Puerta del Sol“ eine ganze Weile einem genialen Strassenmusiker zu, welcher der absolute Hammer war.

Als ich um 9.45 Uhr aus dem Tiefschlaf erwachte, war es noch stockfinster im Zimmer und mucksmäuschenstill. Es waren alle noch am Schlafen, mittlerweile waren wir zu viert. Ich machte mich leise bereit und schaute mir anschliessend kurz das Frühstück des Hostels an, welches ich nicht dazu gebucht hatte, da es in der Regel nicht so berauschend ist. Doch bei diesem Frühstücksbuffet blieb mir fast der Mund offen stehen. Woooooow, das sieht ja super aus, da zahle ich gerne ein paar Euro mehr.

Klar setzte ich mich gleich an einen Tisch und genoss das leckere Frühstück. Dabei lernte ich Levy, aus China kennen, welcher sich in ein paar Stunden auf den Weg zum Flughafen machte. Nach einem gemütlichen Morgenschwatz, wollte er unsere Begegnung noch kurz mit einem Foto festhalten, da er ein riesen Fan von der Schweiz ist und total begeistert war, dass ich Schweizerin bin. 😉

Anschliessend machte ich mich erneut auf den Weg ins Einkaufszentrum, um mir zwei der vielen SONY-Kameramodelle etwas genauer anzuschauen. Meinem lieben Schatz sei Dank, da er mir bei der Auswahl eine riesengrosse Hilfe war.

Eigentlich wollte ich mir wieder eine qualitativ sehr gute und entsprechend eher teurere Kamera kaufen, war mir jedoch aufgrund meines bevorstehenden Südamerika-Trips nicht ganz sicher. Bopa legt grossen Wert auf gute Kameras, war jedoch ganz klar der Meinung, dass ich mir aufgrund der Diebstahlsrate in Südamerika eher ein günstigeres Modell zutun sollte. Nachdem ich die beiden Modelle getestet hatte, war ich nicht wirklich einen Schritt weiter. Denn es war schon im Vorfeld klar, dass die teurere Kamera besser sein wird als die Billigere. Schlussendlich musste ich mich einfach nur entscheiden ob ich mehr oder weniger Geld ausgeben will. Da mir die Entscheidung sichtlich schwer fiel, musste ich nochmals eine Nacht darüber schlafen und kehrte ohne Kamera ins Hostel zurück. Ich nahm meinen Laptop hervor und schaute mir ein paar mögliche Hostels in Santiago de Chile an. Als in den Reviews öfters das Wort „Bedbugs“ fiel, juckte es mich gleich am ganzen Körper. Nope, davon hatte ich bereits mehr als genug. Da ich seit 2 Tagen extreme Rückenschmerzen hatte, gönnte ich mir eine Pause und schaute spontan bei einem nahegelegenen Massagesalon vorbei. Oooooh tat die Massage gut, aber auch sehr weh. Auf dem Rückweg kaufte ich mir gleich ein Subway-Sandwich und hörte diesem eindrücklichen Operngesang eine ganze Weile zu.

Echt faszinierend, was hier jeden Abend auf den Strassen für ein Treiben ist und alles ganz in der Nähe des Hostels. Zudem hatte es eine unglaublich grosse Polizeipräsenz, so dass ich mich überall sehr sicher fühlte. Nachdem ich ins Hostel zurückkehrte, gönnte ich mir zu meinem Sandwich ein kühles Radler.

Das Hostel war echt spitze, jedoch kam man nur flüchtig mit anderen Leuten in Kontakt. Jeder machte sein Ding, was auch bei meinen Zimmergenossen der Fall war. Die hatten alle ein vollgestopftes Programm jeden Tag und zogen jeweils immer alleine los. Mir machte es überhaupt nichts aus alleine zu sein, doch am Abend beim Essen fand ich Gesellschaft ab und zu noch ganz nett.

Diese Nacht fand ich keinen Schlaf und kroch deshalb erst nach 10.00 Uhr mit sehr kleinen Augen aus dem Bett. Danach machte ich mich gleich auf den Weg ins Café „Miranda“. Als ich vor 2 Jahren mit meinen Eltern und Bopa in Madrid war, entdeckten wir dieses süsse kleine Café, in welchem eines der besten Birchermüesli serviert wird, einfach ein Genuss.

Gestärkt schlenderte ich bei wunderschönem Wetter durch die Stadt und schaute noch kurz im riesengrossen Primark vorbei, in welchem es Ende September bereits den ersten Weihnachtsschmuck zu kaufen gab.

Während des Spaziergangs hatte ich mich endgültig für die billigere Kamera entschieden und besorgte mir diese auf dem Rückweg gleich. Zudem hatte ich mich damit abgefunden, dass die Qualität der Bilder nicht mehr gleich gut sein wird, wie dies mit der alten Kamera der Fall war. Gemäss meinem Schatzi jedoch mindestens so gut wie meine Handyfotos, eher noch etwas besser. Ja dann, lassen wir uns einmal überraschen. Zurück im Hostel packte ich die Kamera natürlich gleich aus und lud den Akku.

Danach hüpfte ich kurz unter die Dusche und spazierte bei wolkenlosem Himmel nochmals los. Ich liebe es stundenlang planlos durch eine Stadt zu laufen und diese einfach auf mich wirken zu lassen. Insbesondere wenn man so wunderbare Sommerabende hat und es kurz vor 19.00 Uhr noch so hell ist als wäre es mitten am Nachmittag.

So langsam knurrte mir der Magen, weshalb ich auf dem Rückweg in der kleinen, süssen und unscheinbaren Pizzeria „Pizzaiolo“ einkehrte und eine super leckere Pizza mit einem guten Glas Rose zu mir nahm.

Zurück im Hostel hatte ich ein sehr langes Telefonat mit meinem Bopalino, bei welchem ich sogleich meine neue Kamera ausprobierte.

Mein Schatzi war ziemlich aufgeregt, da morgen für ihn ein sehr grosser und neuer Lebensabschnitt begann. Obwohl er es kaum glauben konnte, freute er sich riesig auf seinen bevorstehenden Umzug nach New York. Zudem hatte er am Montag – nach 5 Monaten Urlaub – seinen ersten Arbeitstag. Auch wenn er die Mitarbeiter sowie seinen künftigen Chef bereits gut kannte, war er verständlicherweise ziemlich nervös. Es war ein riesengrosser Schritt, welcher er hier machte und ich stand voll und ganz hinter ihm. Ich zögerte keine einzige Sekunde, als er mich fragte, ob ich nach meiner Weltreise mit ihm in New York leben möchte. Ich liebe Bopa über alles und würde mit ihm bis ans Ende der Welt ziehen.

Als mein Schatzi mich am nächsten Morgen vor seinem Abflug nochmals anrief, lag ich noch im Bett. Er wollte mir einfach nochmals kurz „tschüss“ sagen, voll süss. Danach stand ich auf und machte mich auf den Weg ins Starbucks. Zudem erstellte ich mir einen kleinen Plan, was ich in den drei Ländern – Chile, Argentinien und Brasilien – alles sehen möchte. Kurz nach 13.00 Uhr machte ich mich dann für die „Free City Tour“ bereit, welche jeweils um 14.00 Uhr beim „Plaza Mayor“ startete. Die Nachfrage war ziemlich gross und somit wurden wir in zwei Gruppen – Englisch und Spanisch – eingeteilt.

Klar hatte ich meine neue Kamera mit dabei und war schon ziemlich gespannt auf die Qualität der Bilder. Da ich ihr jedoch nicht zu 100% traute, knipste ich zwischendurch auch mal ein Foto mit dem Handy. 😉 

Wenn man dieser Statue an den Hintern fasst, bringt einem dies angeblich Glück. Deshalb glänzt der Po auch so richtig schön.

Nach rund drei Stunden ging die interessante und lustige Tour mit Joaquin vor dem Opernhaus zu Ende.

Da sich ganz in der Nähe der „Mercado de San Miguel“ befand, machte ich natürlich gleich einen kleinen kulinarischen Abstecher.

Klar konnte ich den leckeren Sachen nicht widerstehen und nahm etwas Kleines zu mir.

Danach musste ich mich etwas beeilen, da ich nochmals einen Massagetermin vereinbart hatte, da mir diese so extrem gut tat. Diesmal sogar bei einem Mann. Als er mich fragte ob ich eine harte Massage möchte, nickte ich ohne zu zögern. Denn ich mag sanfte Massagen überhaupt nicht, da lasse ich mich viel lieber von Bopalino streicheln als von jemand fremdem. Ich erklärte ihm kurz wo es mir weh tat und schon legte er los. Er ertastete den einen schmerzhaften Punkt in meinem Schulterbereich sofort und machte sich an die Arbeit. Wooooow, er hatte mich echt beim Wort genommen und ich musste ziemlich auf die Zähne beissen. Nach 50 Minuten tat mir zwar alles weh, aber ich wusste, dass ich in den nächsten Tag keinen Schmerz mehr haben werde. Auf dem Rückweg kaufte ich mir ein leckeres Schinken-Sandwich sowie ein Bierchen und setzte mich damit in den Aufenthaltsbereich. Mittlerweile ist mein Schatzi in seinem temporären Apartment in New York angekommen und zeigte mir per Videotelefonie natürlich alles und wir plauderten bis spät in die Nacht hinein. 😉

Zum Frühstück gönnte ich mir nochmals ein leckeres Birchermüesli im Café „Miranda“ und spazierte danach gemütlich zum wunderschönen „Plaza Mayor“.

Da ich morgen nach Chile fliegen wollte und weder ein Flug noch ein Hostel gebucht hatte, stand noch ein ziemlicher Buchungsmarathon vor mir. Zudem wartete ein riesiger Haufen Dreckwäsche auf mich, welcher sich ebenfalls nicht von alleine reinigte. Deshalb machte ich mich kurz nach Mittag auf den Rückweg ins Hostel. „Eieiei typisch Dini, alles iner letschtu Sekundu“, wie Bopa immer so schön sagt. Als ich mich an der Rezeption bezüglich der Waschmaschine erkundigte, wurde mir mitgeteilt, dass diese zurzeit noch vom Reinigungspersonal gebraucht wird, ich sie danach jedoch gebrauchen kann. Somit schaute ich kurze Zeit später nach, doch dann ist mir gerade einer zuvor gekommen. Damit mir dies nicht erneut passiert, stellte ich extra den Wecker um rechtzeitig da zu sein. Anstatt in der Wartezeit den Flug sowie das Hostel zu buchen, sortierte ich die Fotos von gestern aus und telefonierte mit Bopalino. Als der Wecker klingelte, eilte ich gleich zur Waschmaschine hoch und konnte loslegen. Nachdem ich später alles in den Tumbler geworfen hatte, telefonierte ich mit Lorena. Sie ist die Brasilianerin, welche ich in Neuseeland kennengelernt hatte und mittlerweile eine sehr gute Freundin von mir geworden ist. Lorena war über meine Reisepläne in Südamerika bestens informiert und teilte mir nun definitiv mit, dass sie 13 Urlaubstage beziehen kann und somit Brasilien mit mir zusammen bereisen kann. Juhuiiiii, ich machte gleich einen Luftsprung vor lauter Freude. Wie geil ist das denn, ich konnte es kaum glauben. Es war von Anfang an klar, dass wir uns in Brasilien treffen werden. Dass sie nun sogar Urlaub nehmen konnte und wir zusammen durch Brasilien reisen konnten, war natürlich der absolute Oberhammer. Nach diesem tollen Telefonat, holte ich die Wäsche aus dem Tumbler, faltete alles zusammen und rief dabei Bopalino an um ihm die geniale Neuigkeit zu überbringen. Yeah – Yeah – Yeah !!!!! Das ist einfach spitze und ich spürte auch das mein Schatzi ziemlich erleichtert war, dass ich Brasilien nicht auf eigene Faust bereisen werde. Mit einem riesen Grinsen holte ich meinen Laptop hervor und startete meinen Buchungsmarathon. Ich hatte so richtig Energie und es lief alles rund. Der morgige Flug nach Santiago de Chile war im nu gebucht sowie ein Hostel für die ersten 4 Nächte. Jetzt konnte ich so richtig aufatmen, da die wichtigsten Sachen erledigt waren. Kurz vor Ladenschluss besorgte ich mir noch rasch einen 2. Akku für die Kamera, mit welcher ich soweit ganz gut zufrieden war. Auf dem Rückweg machte ich mich gleich auf den Weg zu einem Italiener, welcher mit meiner alleinigen Ankunft etwas überfordert war. Als mir einer der Kellner im Keller einen Tisch anbot, wo es absolut keine weiteren Gäste hatte, entschied ich mich kurzerhand wieder zu gehen. Als mich beim Herauslaufen einer der anderen Kellner fragte warum ich gehe, teilte ich ihm den Grund mit. Da meinte er ich solle ihm 10 Minuten geben, dann hätte er einen Tisch für mich. Et voilà, auf einmal ging’s und ich kriegte sogar einen 4er Tisch ganz für mich alleine. Nach einem leckeren Nachtessen spazierte ich gemütlich zurück ins Hostel.

Nachdem ich alles zusammengepackt hatte, stellte ich mich Schrecken fest, dass ich direkt unter meiner Potasche einen ziemlich grossen Riss in meiner Hose hatte. Haha, wie lange ich wohl schon so herumlief. 😉

Nach dem Aufstehen lagerte ich mein Gepäck im Lagerraum des Hostels und setzte mich mit meinem Laptop in den Aufenthaltsbereich, wo ich eine ganze Weile an meinem Blog arbeitete. Am frühen Nachmittag bestellte ich mir ein Taxi, welches mich bis zur Airport Shuttlebus Station in „Plaza de Cibeles“ hätte bringen sollen. Obwohl mir der Taxifahrer nicht mitteilen konnte oder wollte, was es ungefähr kosten wird, stieg ich ein. Es war nicht so extrem weit, weshalb ich mir anfänglich nicht allzu grosse Sorgen machte. Als wir dann jedoch in die Hauptstrasse abbogen und ein riesen Verkehrsghetto herrschte, war ich mir auf einmal nicht mehr so sicher, ob ein Taxi die richtige Entscheidung war. Insbesondere als wir einfach nur da standen und der Taxameter im Eiltempo in die Höhe schoss. Da fragte ich nochmals freundlich nach, was er wohl denke, wie viel es schlussendlich kosten wird. Da meinte er sehr mürrisch „I don’t know, lots of traffic“. Hmmmm, ja genau das sehe ich auch. Wir kamen nicht vom Fleck und der Taxameter stieg stetig weiter an. Da entschied ich mich kurzerhand zu Fuss weiterzugehen. Ich drückte dem Taxifahrer einen 5 Euroschein in die Finger und er fuhr rechts ran. Klar hatte er keine Freude, denn der hätte sich nun an mir ein kleines goldenes Näschen verdient, wenn ich noch eine halbe Stunde mit ihm im Stau gestanden wäre. Somit stieg er aus, stellte meinen grossen Backpack ziemlich heftig an den Strassenrand und futterte etwas vor sich hin. Danach knallte er den Kofferraum zu und stieg wieder ein. Haha, wegfahren konnte er ja nicht. Ich schnallte meine Rucksäcke um und spazierte gemütlich los. Gute 20 Minuten später traf ich bei der Bushaltestelle beim „Plaza de Cibeles“ ein und wartete in der brütenden Hitze auf den Shuttlebus.

Am Flughafen angekommen lief alles rund. Da ich keinen Weiterflug aus Chile hatte, war ich mir nicht sicher, ob dies eventuell noch ein Problem geben könnte, doch es interessierte keinen. Beim Kauf der Kamera wurde mir mitgeteilt, dass ich am Flughafen die Tax zurückfordern kann. Es was zwar ein bisschen kompliziert, doch klappte schlussendlich tiptop. Pünktlich um 17.35 Uhr stieg der Flieger in die Höhe und landete wie geplant um 20.00 Uhr in Rom. Danach hatte ich 2 Stunden Aufenthalt, weshalb ich mir etwas zu essen besorgte und dabei total die Zeit vergass. Hätte mir Bopa nicht geschrieben wann mein Weiterflug sei, wäre dieser wohl ohne mich abgeflogen. Als ich beim Gate eintraf, waren sie längst am Boarden, doch es hatte noch tiptop gereicht. Nun hatte ich einen 14 stündigen Nachtflug vor mir und war schon so extrem neugierig und gespannt was mich in Chile erwarten wird…..

Ein Gedanke zu „Spanien – Madrid

  1. Liebes Martina
    Das ist für mich ein spezieller Blog – soooo berührend!
    Feines Birchermüesli, im San Miguel Mercado Kaviar schwarz und rot lecker, Plaza Mayor top Pizza.
    Der arme Pascal stiess mich immer den steilen Weg hoch. 🙂
    Unvergessliche schöne Erinnerungen, Madrid ist eine wunderschöne saubere Stadt.
    Toll das du die Kultur, feines Essen und ein gutes Tröpfchen – nicht jetzt – geniessen konntest!
    Vielen Dank für den schönen Blog.
    Bleibt alle 3 gesund herzliche Grüsse Grosi

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