Südafrika
Krüger Nationalpark

Motswari – 19.08.18

In Zürich angekommen, setzten wir uns wie immer in die Lounge und warteten bis wir boarden konnten. Ansonsten lief alles rund und der Flieger stand auch schon bereit.

Nach einem sehr angenehmen 10 stündigen Flug, wovon wir beide etwa 7 Stunden schlafen konnten, landeten wir in Johannesburg. Bereits zwei Stunden später ging es direkt weiter nach Hoedspruit.

Als wir ankamen, wurden wir von einem Privatchauffeur in Empfang genommen, welcher uns in die „Motswari Private Game Reserve Lodge“ brachte. Bereits auf der Fahrt dahin, kriegten wir allerlei Tiere zu Gesicht. Angefangen mit kleinen Affen, gefolgt von zwei ausgewachsenen sowie einem kleinen Giraffen und zwei Rehen.

Doch das war noch nicht alles. Etwas später sahen wir aus der Ferne ein Nashorn sowie eine ganze Herde Zebras. Wir kamen uns jetzt schon vor wie in einem Tierbuch und freuten uns riesig auf die kommenden Tage.

Als wir in der Lodge eintrafen, checkten wir kurz in unser Zimmer ein und machten uns gleich für die erste Pirschfahrt bereit, welche in 15 Minuten startete. Wir wussten bereits im Vorfeld, dass es zeitlich recht knapp werden würde, doch schlussendlich ging es perfekt auf. Wir nahmen auf einem der Bänke des offenen Geländewagens platz und tuckerten im Reservat herum.

Wir fuhren und fuhren, bis der Spurenleser auf einmal Pfotenabdrücke eines Leoparden in der Erde entdeckte. Der Ranger stoppte umgehend und folgte der Spur, denn wir waren dem Leoparden ganz dicht auf den Fersen. Als wir ihn entdeckten, folgten wir ihm mit einem genügenden Abstand, dass er sich nicht bedroht fühlte.

Als er sich über Stock und Stein bergauf machte, entdeckte der Ranger, dass oben zwei junge Leoparden-Babies auf ihn warteten. OMG, waren diese kleinen Hoppler süss. Es ging alles viel zu schnell, das Bopa nur noch die zwei Hinterpfoten eines der Kleinen erwischen konnte.

Aufgrund dessen, dass der Leopard sehr voll gefressen war, waren sich die Guides einig, dass wohl ganz in der Nähe eine angefressene Antilope liegen würde. Und genau so war es dann auch.

Vor Sonnenuntergang stoppten wir mitten im Reservat und kriegten einen leckeren Apéro aufgetischt.

Als wir uns anschliessend auf den Heimweg machten, sahen wir einige Giraffen, welche liegend mit erhobenem Kopf im Halbschlaf waren.

Nach dieser ersten tollen Pirschfahrt kehrten wir 3 Stunden später wieder in die Lodge zurück. Wir packten kurz ein paar Sachen aus, hüpften rasch unter die Dusche und wurden von einem Ranger zum Nachtessen abgeholt. Nach einem super leckeren Abendessen unter freiem Himmel, hatten wir recht müde Beine und liessen uns von einem Ranger ins Zimmer zurückbegleiten. Da die Lodge nicht eingezäumt ist, durfte man nachts nirgends alleine herumlaufen, da es viel zu gefährlich ist.

Um 5.30 Uhr klopfte uns ein Ranger aus dem Tiefschlaf. Noch im Halbschlaf zogen wir uns an und trafen wie vereinbart auf der Veranda ein. Nach einem Glas Wasser, da es uns beiden zum Essen noch viiiiiel zu früh war, ging die erste Morgenpirschfahrt los. Als erstes trafen wir bei einem See ein, wo viele Affen auf einer Mauer sassen und auf die aufgehende Sonne warteten. Zudem entdeckten wir ein paar Nilpferde im Wasser.

Nach einer guten Stunde fuhren wir weiter, bis der Spurenleser einen seltenen in Afrika gesehenen Vogel entdeckte.

Danach fuhren wir weiter ins Hyänenrevier. Die Kleinen sind ja noch ganz niedlich, doch die grossen Hyänen hingegen sehen echt furchteinflössend aus. Diese liessen sich jedoch überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und dösten friedlich weiter.

Bevor wir uns auf die Suche nach einer neuen Spur machten, stoppten wir kurze Zeit später und genossen ein kleines Morgenfrühstück.

Kaum losgefahren, spazierte uns ein Warzenschwein entgegen, bevor wir drei Elefanten aufspürten.

Als einer der Elefanten voller Tatendrang direkt auf uns zumarschierte, blieb uns fast die Puste weg. Unser Ranger redete ununterbrochen auf ihn ein, dass alles gut sei und im letzten Moment machte der Elefant einen Schwenker um unseren Geländewagen herum. Huch, das war echt knapp. Der hätte uns problemlos einmal auf den Kopf gestellt.

Nach diesem spektakulären Erlebnis fuhren wir wohlauf in die Lodge zurück. Wir legten kurz ein paar Sachen ins Zimmer und machten uns gleich auf zum Frühstücksbuffet. Als wir zurück im Zimmer waren, nahmen wir meinen Laptop hervor um sämtliche Fotos und Videos zu sichern. Ich war so glücklich, dass ich meinen persönlichen Profi-Fotografen dabei hatte, welcher unglaublich geile Bilder knipste. Während die Daten am sichern waren, knipsten wir ein paar Bilder unserer schönen Lodge und machten einen gemütlichen Spaziergang durch die Anlage.

Als wir uns danach auf den Weg zum Mittagessen machten, standen auf einmal zwei Warzenschweine vor uns. Doch diese zeigten wenig Interesse an uns, so dass wir problemlos an ihnen vorbeilaufen konnten.

Nach einem leckeren Mittagessen setzten wir uns für ein paar Stunden auf diese Schaukel und genossen die Ruhe in der Natur, bevor wir uns später für die Abendpirschfahrt bereit machten.

Kurz vor 16.00 Uhr setzten wir uns auf den offenen Geländewagen und schon ging es wieder los. Als erstes entdeckte unser Spurenleser während der Fahrt diese kleine Eule im Gebüsch. Der hatte echte Adleraugen. Selbst als wir genau davor anhielten, brauchten wir einen Moment, bis wir diese entdeckten.

Unsere Guides wussten genau wo sich die Büffel, welche man schon von Weitem hören konnte, aufhielten. In Scharren marschierten sie hintereinander her, während es sich einige Vögel auf ihnen gemütlich machten.

Kaum war die Herde weg, schlichen sich ganz langsam zwei durstige Zebras an.

Danach folgten wir der Spur eines Elefanten, welchen wir dann eine gute halbe Stunde später im Gebüsch entdeckten.

Kaum angekommen, wurde unserem Ranger per Funk mitgeteilt, dass ganz in der Nähe zwei Leoparden entdeckt wurden. Somit machte sie sich umgehend auf den Weg dahin. Einmal mehr sagen die umwerfend tollen Bilder von meinem Schatz mehr als 1000 Worte…..

Nach diesem absoluten Highlight machten wir uns nach Sonnenuntergang langsam auf den Rückweg, auf welchem wir erneut einige Giraffen zu sehen bekamen.

Am nächsten Morgen polterte unser Ranger bereits um 5.23 Uhr an die Türe. Obwohl wir beide keine Frühaufsteher sind, ging dies hier problemlos, da wir uns beide stets riesig auf die Pirschfahrten freuten. Zuerst fuhren wir erneut zum Hyänenrevier, was uns jedoch nichts ausmachte, da die Kleinen echt niedlich waren.

Von da fuhren wir dann quer durch das Reservat, bis der Spurenleser auf einmal die Spur eines Nashorns entdeckte. Als wir uns näherten, sahen wir das sogar noch ein Kleines dabei war.

Nachdem wir eine ganze Weile bei den Nashörnern verweilten, was absolut genial war, fuhren wir weiter. Unser Spurenleser war einfach unglaublich und entdeckte tatsächlich erneut eine Eule während der Fahrt. Da fehlen einem echt die Worte.

Danach entdeckten wir ganz in der Nähe ein einsames Zebra, welches bereits kurze Zeit später Gesellschaft kriegte.

Anschliessend fuhren wir zurück in die Lodge, wo wir bei dieser herrlichen Aussicht unser leckeres Frühstück genossen und danach sogar noch eine ganze Herde Elefanten zu sehen bekamen.

Da wir von der Reise sowie dem täglichen frühen Aufstehen recht müde waren, legten wir uns am Nachmittag für ein paar Stunden nieder. Ach tat das gut. Wir waren wieder richtig fit und munter um die nächste Pirschfahrt in Angriff zu nehmen. Bereits bei der Begrüssung des Rangers, spürten wir, dass sie sehr schlecht gelaunt war. Klar waren wir nicht die Einzigen, welche dies sehr schnell feststellten. Nachdem wir unterwegs einem Elefanten begegneten, fuhren wir runter zum See, bei welchem am Morgen die Affen auf die Sonne warteten.

Da angekommen schwammen ein paar Nilpferde im Wasser, während sich eine Schildkröte auf einen Baumstamm rettete und ein Krokodil friedlich am Schlafen war.

Die Affen waren längst ausgeflogen, dafür kam ein Elefant ganz gemütlich durch das Gebüsch marschiert.

Im Anschluss fuhren wir zu einem kleinen Wasserloch, an welchem ein Krokodil gierig auf seine Mahlzeit wartete. Klar machten sich die beiden Schildkröten so rasch als möglich aus dem Staub.

Als wir noch eine Weile planlos im Reservat herumfuhren und sie währenddessen die ganze Zeit irgendetwas meckerte, stoppte sie auf einmal viel früher als normal und machte den Apéro bereit. In der Zwischenzeit beschäftigte der Spurenleser Bopa und die beiden Franzosenkidis mit einer selbstgebastelten Steinschleuder.

Als wir uns nach Sonnenuntergang auf den Rückweg machten, erhielt unser Ranger per Funk eine Mitteilung, dass ein Leopard entdeckt wurde. Vermutlich des schlechten Gewissens wegen fuhr sie doch noch hin, obwohl es beim Eintreffen viel zu dunkel war und wir den Leoparden ohne Scheinwerfer gar nicht mehr sehen konnten.

Auch wenn wir von dieser langweiligen Pirschfahrt sehr enttäuscht waren, liessen wir uns die gute Laune nicht nehmen. Wie jeden Abend standen wir um 19.30 Uhr zum Abholen bereit. Wir warteten und warteten und warteten. Als es nach 19.50 Uhr war, trillerten wir mit der Pfeife, wie uns dies bei der Ankunft mitgeteilt wurde. Es verging kaum eine Minute bis ein Ranger auf der Matte. Sie hatten uns sowie unsere Nachbarn total vergessen abzuholen. Als wir im Restaurant eintrafen, schauten uns die Angestellten mit grossen Augen an, da sie unsere Plätze bereits vergeben hatten. Obwohl wir ihnen mitteilten, dass sie uns problemlos woanders hinsetzen können, versetzten sie kurzerhand das Pärchen, welches an unserem zweier Tisch sass. Das Essen war wie die Abende zuvor einfach spitze. Mit vollen Bäuchen wurden wir zurück ins Zimmer begleitet. Wir sicherten über Nacht all unsere Fotos und Videos und krochen unter die Decke.

Die Zeit verging wie im Flug und nun stand schon unsere letzte Pirschafhrt an. Wie gewöhnlich ging es um 6.00 Uhr los. Da wir von den sogenannten „Big Five“ – Löwe, Leopard, Nashorn, Elefant und Büffel – bis auf den Löwen alles gesehen hatten, machten wir uns auf die Suche nach dessen Spur. Obwohl wir lange danach suchten, blieben wir erfolglos. Wir waren die letzten zwei Tage mit einer netten französischen Familie auf dem Geländewagen und die Enttäuschung der Kidis war danach ziemlich gross. Als dann auf einmal dieser kleine süsse Hase am Strassenrand an uns vorbei hoppelte, zauberte es auch ihnen wieder ein kleines Lächeln auf die Lippen.

Als wir aus der Ferne einen Giraffen entdeckten und uns auf den Weg zu ihm machten, kreiste auf einmal ein Adler, der grösste Vogel von Südafrika über uns und setzte sich danach auf einen Ast.

Kurz bevor wir beim Giraffen eintrafen, sahen wir, dass noch ein Kleines mit dabei war. OMG, war das süss.

Danach fuhren wir zum dritten Mal ins Hyänenrevier, da dies unserem Ranger so gut gefiel. In der Zwischenzeit denken wir jedoch, dass sie einfach gerne dahin gefahren ist, da es für sie absolut nichts zu tun gab. Denn dies ist das Revier der Hyänen und somit wird man zu 99.9% immer eine oder mehrere Hyänen zu sehen bekommen, ohne dass man nach ihnen suchen muss.

Nach diesem Stop sahen wir beim Herumfahren im Reservat nochmals einen Giraffen sowie eine Warzenschweinfamilie, die alle den gleichen Friseur hatten.

Als wir uns danach auf den Rückweg machten, entdeckten wir noch einen Elefanten sowie ein einsames Reh im Gebüsch.

Die Bilder alleine sind schon der Hammer, trotzdem habe ich über all unsere Pirschfahrten ein richtig tolles Video zusammengeschnitten.

Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren mit einem Privatchauffeur an den Flughafen. Zum Abschluss dieser genialen Zeit, kriegten wir auf der Fahrt noch drei Zebras sowie einen Giraffen aus nächster Nähe zu sehen.

Am kleinen Flughafen angekommen, checkten wir unser Gepäck ein, liefen durch die Sicherheitskontrolle und sassen kurze Zeit später bereits im Flieger.

Johannesburg – 22.08.18

Kaum in der Luft, setzte der Kapitän schon bald wieder zur Landung an. Nach einer guten Stunde trafen wir in Johannesburg ein. Fast so lange wie der Flug dauerte, warteten wir anschliessend auf unser Gepäck. Wir dachten schon es kommt gar nicht mehr. Vom Flughafen fuhren wir mit dem Shuttlebus zum Hotel „Southern Sun“, welches wir für eine Nacht ganz in der Nähe des Flughafens gebucht hatten. Nachdem wir eingecheckt hatten, schalteten wir wieder einmal unsere Handys ein. Da wir im Motswari sehr unzuverlässiges Internet hatten und somit nichts von der Aussenwelt mitbekamen, war es wie früher wo man einfach mal für ein paar Tage nicht erreichbar war. Da hingegen das Internet im Hotel ziemlich gut und schnell war, packten wir sogar den Laptop aus und sicherten ein paar Fotos im Netz. Währenddessen erhielt ich von meiner Schwester eine Mitteilung, dass unsere Mutter im Spital sei. Ich schaute Bopa ganz erstaunt an und rief ohne zu zögern umgehend meine Mutter an. Als sie abhob und meine Stimme hörte, war sie sehr überrascht und freute sich riesig. Sie wusste natürlich noch nicht, dass das Buschtelefon bis nach Afrika durchgedrungen war. Zum Glück, sonst hätten wir es nämlich erst im Nachhinein erfahren. Da es ihr die letzten Tage wieder sehr schlecht ging und sie zudem teilweise über 40 Grad Fieber hatte, fuhr mein Vater mit ihr zur Ärztin, welche sie umgehend in den Spital einlieferte. Nachdem wir hörten, dass es ihr schon wieder viel besser ging und sie im Spital gut aufgehoben war, waren wir extrem erleichtert. Nach dem Telefonat, hüpften wir unter die Dusche und nahmen im Hotelrestaurant ein leckeres Abendessen zu uns, bevor wir uns am nächsten Tag auf den Weg nach Namibia machten…..

Ein Gedanke zu „Südafrika
Krüger Nationalpark

  1. Liebs Martina und liebe Pascal
    I dere spezielle Zit wo mer grad hend esch de super schöni Blog grad richtig itroffe.
    Bi mir vor cho als wördi chli Afrika verwiele 🙂
    Grosses Kompliment im Fotograf und au der Martina, dass du so viel Zit i Blogs
    dri steckscht. Danke vo Härze und blibet gsund.
    Grüessli Mami

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