Australien – Outback

Alice Springs – 08.01.18

Bereits um 4.00 Uhr klingelte uns der Wecker aus dem Tiefschlaf. Wir packten unsere Sachen zusammen und bestellten uns ein UBER, welches uns an den Flughafen in Perth brachte. Wir nutzten die 3 Flugstunden um nochmals ein kleines Nickerchen zu machen. Nach der Landung fuhren wir mit dem Shuttlebus direkt zur Firma „Wickedcampers“ um unseren Camper abzuholen. Als Erstes testeten wir natürlich gleich die Klimaanlage, welche einwandfrei funktionierte. Nachdem wir uns wieder mit Nahrungsmitteln eingedeckt hatten, ging das Abenteuer los…..

Unglaublich aber wahr, nach knapp 60 km leuchtete die Motorenlampe auf. Wir dachten wir spinnen! Einfach schön ruhig bleiben und weiterfahren, wir waren kurz vor unserem ersten Stop, dem  wunderschönen „Ellery Creek Big Hole“.

Als wir wieder ins Auto stiegen und den Motor starteten, war das Lämpchen glücklicherweise erloschen. Kaum losgefahren, zogen dichtere Wolken auf….. 

Wir fuhren zum „Ormiston Gorge“ einem self-service Campingplatz, d.h. es ist ein komplett ausgerüsteter Campingplatz, jedoch wird er vor Ort nicht betreut. Wir waren ganz für uns alleine und so blieb es auch die ganze Nacht. Es war schon etwas unheimlich, aber ich hatte ja den starken Bopa bei mir, da musste ich keine Angst haben. 😉 

Nach dem Frühstück machten wir bei strahlendem Sonnenschein einen Spaziergang zum See, welcher 3 min. vom Campingplatz entfernt liegt.

Danach hüpften wir in unser Camper, welchen wir „Beast“ nannten und fuhren los. Als Erstes stoppten wir beim „Scenic Lookout“ und genossen die wunderschöne Aussicht…..

Von da fuhren wir nach „Glen Helen“ und tankten nochmals randvoll. Denn dies ist die letzte Gelegenheit, bevor man sich auf den „Mereenie Loop“ begibt. Wir freuten uns wie zwei kleine Kinder und konnten es kaum erwarten. Fast 200 km rote Sandstrasse  – der absolute Wahnsinn. Normalerweise fährt man diese Strecke in rund 2 Stunden, doch wir machten einen Tagesausflug daraus und hatten ein riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesen Gaudi. 😉 

Da auf dieser Strasse etwa ein Auto pro Stunde vorbeifuhr, hatten wir nicht die Gelegenheit jemanden um ein Foto zu bitten. Somit musste der Klapptisch ran und dieser machte mit Bopa’s fleissigem Einsatz einen super Job. 😉

Dieser grasgrüne Baum steht fast am Ende der langen roten Strasse und sticht aus allen anderen heraus – dieses Farbmuster ist einfach umwerfend schön…..

Kurz vor dem Eindunkeln kamen wir auf dem Campingplatz „Kings Canyon Resort“ an. Kaum angekommen, begann es zu tröpfeln. Da die Regenabdeckblache des Campers noch nicht montiert war, machte sich Bopa dahinter. Ich kochte uns in der Zwischenzeit ein paar „Dinos alla Pesto“. Ich bat Bopa kurz um Hilfe mir beim Abschütten des Wassers behilflich zu sein, da die Pfanne sehr heiss und schwer war. Anstatt gemeinsam, wollte er alleine Hand anlegen. Bädäm – keine 10 Sekunden später schepperte es hinter mir und es folgte ein leises „scheisse“. Ich drehte mich zu Bopa um und folgte seinem Blick in das Spülbecken, wo die Dinos das Loch verstopften. Ich schüttelte lachend den Kopf und fing nochmals von vorne an. Da die Blache recht mühsam zum montieren war, liessen wir es einfach sein und hofften auf eine trockene Nacht.

Bereits um 5.17 Uhr klingelte der Wecker und wir machten uns auf zum „Kings Canyon“ um den „Rim Walk“ – eine 6 km Wanderung – in Angriff zu nehmen. Bei dieser Hitze musste man wirklich früh los, ansonsten hielt man es fast nicht aus. 

Nach dieser wunderschönen, aber auch etwas anstrengenden Wanderung – aufrund der heissen Temperaturen – ging es weiter nach „Yulara“. Doch bevor wir auf den Campingplatz „Ayers Rock Resort“ fuhren, deckten wir uns mit Kängurufilets und Gemüse ein, welches Bopa uns später zum Abendessen grillierte. Mmmmmmmmh, war das lecker. 😉 

Nicht so früh wie gestern, aber auch vor Sonnenaufgang machten wir uns auf zum „Uluru-Kata Tjuta National Park“. Von Weitem hatten wir den „Uluru“ längst gesehen, jedoch je näher man ihm kommt, desto sprachloser wird man – WOOOOOOOOOOW!!!!

Wir machten viele Spaziergänge beim „Uluru“ und bestaunten das Prachtstück von allen Seiten. Wieder einmal sagen Bilder mehr als 1000 Worte….. 

Einzig die dämlichen Fliegen gingen uns wieder einmal tierisch auf den Sack. Nur wussten diese dummen Dinger nicht, dass wir diesmal gewappnet sind und mit ihnen den Kampf problemlos aufnehmen konnten….. 

Klar statten wir anschliessend auch dem kleinen Bruder vom „Uluru“ – dem „Kata Tjuta“ – einen Besuch ab.  

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Stop beim Aussichtspunkt mit wunderbarem Blick auf den „Kata Tjuta“ und dem „Uluru“.

Echt faszinierend wie sich die Farbe des „Uluru’s“ innert wenigen Minuten veränderte.

Wir konnten nicht anders als bei der „Sunset Viewing Area“ nochmals anzuhalten, da wir vom „Uluru“ einfach überwältigt waren.

Wir hofften, dass der Regen bald nachlassen würde, da wir am Abend eine Tour zum „Field of Light“ mit Sonnenuntergang beim „Uluru“ gebucht hatten. Als wir zurück auf dem Campingplatz waren und uns frisch machten, packten wir vorsichtshalber unsere Regenjacken ein. Kaum stiegen wir in den Bus ein, wurden die Wolken immer wie dunkler. Oje, dass kann ja heiter werden. Da angekommen gab es unter freiem Himmel einen Begrüssungsdrink mit Häppchen und Sicht auf den mystischen „Uluru“.

Doch schon bald hatten sie die Häppchen mit Pelerinen ausgetauscht und aus dem Sonnenuntergang wurde eher ein Weltuntergang. Denn es schüttete wie aus Kübeln…..

Die Kunstinstallation „Feld des Lichtes“ ist ein globales Phänomen des internationalen Künstlers Bruce Munro. Mehr als 50’000 schlanke LEDs, die mit Milchglaskugeln gekrönt sind, leuchten während der Dunkelheit im Herzen von Australien. 

Das „Field of Light“ war grandios und wir liessen uns die Laune trotz des Regens nicht verderben. Mit der Zeit hatten wir etwas kalt, da die Pelerinen dem Regen nicht mehr stand halten konnten. Nach gut einer Stunde brachte uns der Bus zum Campingplatz zurück. Wir waren etwas kribbelig, da wir nicht wussten, ob unser Zelt unter Wasser stand, da die Abdeckblache nicht montiert war. Huch, hatten wir wieder einmal mehr Glück als Verstand. Es war nur an gewissen Stellen ein bisschen nass geworden, aber dies war nicht der Rede wert. Das Zelt hatte auch ohne Abdeckung sehr gut dicht gehalten. Da es die ganze Nacht über regnete, tropfte es am morgen dann doch hinein und es wurde ziemlich ungemütlich.

Nachdem wir alles zusammengepackt hatten und die Beifahrertüre öffneten, hörten wir dass sich diese mit Wasser gefüllt hatte. Somit versuchten wir dies so gut es ging herauszuschütteln, jedoch blieb ein kleiner Resten drin. Dieser machte sich dann während der Fahrt selbständig und man kriegte öfters mal nasse Füsse. 😉  

Wir hatten eine seeeeeeeeeeeeehr lange Fahrt vor uns, da mussten wir für Unterhaltung sorgen. Denn ausser ein paar Kühen auf der Strasse, gab es kaum etwas Spektakuläres zu sehen.

Bopa hatte sich ein paar Lieder einer Bravohits aus den guten alten 90ern heruntergeladen – einfach zu geil….. 😉

Aufgrund des schlechten Wetters entschieden wir uns direkt nach Alice Springs zurückzufahren. Klar stoppten wir noch kurz beim obligaten „Welcome to Alice Springs“. 

Ein paar Fotos und schon mussten wir ins Auto zurückspringen, damit wir nicht pflotschnass wurden. Somit fuhren wir zum Campingplatz „BIG4 MacDonnell Range Holiday Park“ um da über Nacht zu bleiben. Da angekommen hörte der Regen schon bald wieder auf. Als das Zelt aufgestellt war, lief eine Spinne über die Blache. Als Bopa sie mit dem Schuh erschlagen wollte und sie leider verfehlte, fiel sie in den Camper. Oh nein, nicht am letzten Abend. Wir suchten sie über eine halbe Stunde, blieben jedoch erfolglos. Obwohl ich ein ungutes Gefühl hatte, da sie nicht gerade freundlich aussah, entschieden wir uns die Suche aufzugeben. Da es unsere letzte Nacht im Camper war, brauchten wir unsere Essensreste auf und somit gab es „Couscous alla Pesto“. Naja, eigentlich hätten wir auch einfach pures Pesto essen können, denn vom Couscous schmeckte man gar nichts mehr. 😉 

Zum Abschluss knipsten wir noch ein paar Erinnerungsfotos von unserem „Beast“. 

Danach fuhren wir ins „YHA Alice Springs“ um unsere Sachen zu deponieren und brachten das Auto frisch gewaschen wieder zu „Wickedcampers“ zurück. Klar war danach erst mal wieder auspacken, waschen und Ordnung machen angesagt, bevor wir am Abend essen gingen. Das Essen war brutal mastig, aber vorallem die Chicken Wings waren soooooooooooo lecker. Doch wir beide sahen aus wie zwei Schweinchen und hatten Sauce bis hinter beide Ohren….. 

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Shuttlebus zum Flughafen – auf geht’s zu Bopa’s Überraschung. 😉 

3 Gedanken zu „Australien – Outback&8220;

  1. Liebs Martina
    Der Blog esch weder super! S‘ warte het sich glohnt. Be richtig gspannt wies witer geit. Ha chöne giggele wie en Löli, esch alles sooooo witzig gmacht. Bravo !!!!
    Danke viel mol für die tolli Info. Wünsch der no viel so schöni Erlebnis. Ha di fescht lieb. Mami 🙂

  2. Gugus Ihr Zwei Liäbu! Mega schön zläslu gsi, was ihr alls gseh heit und gmacht heit! Bi immär nu am lachu fam Video , Müsik usä 90gär Jahr mit bopa und dini😀😀isch so härzig gsi! 🤣🤣 schöni Witärfahrt fam Blog, bi sehr gspannt was das fär än Ubärraschig isch fam Bopa? Munzi und Danke daswär so an eiwär Wältreis biz chännä teilnäh! Heihä fescht gäru! Muuuunnnnzzzzzi….Mama Elfried

  3. Hallo liebe Matina
    Grossartig dein Reisebericht 👏👏👏👏, er weckt ganz viele Erinnerungen in mir, 1999 waren wir auch im Herzen von Australien. Einfach fantastisch was ihr zwei alles erlebt. Bin schon gespannt auf den nächsten Reisebericht mit Auflösung der Überraschung 😉. Geniesse deine Weltreise weiter und heb Sorg. Liebe Gruess Beatrice

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