My Journey begins
first stop: Dubai

Als ich am Sonntag, 15. Oktober 2017 aufgewacht bin, hatte ich ein riesen Kribbeln im Bauch. Ich schaute Bopa mit einem Grinsen an und sagte, “höt got’s looos”. 😉 Nachdem wir die letzten Kleinigkeiten eingepackt hatten, machten wir einen letzten Rundgang durch die Wohnung und schnallten unsere Rucksäcke um. Wir wurden von meinen Eltern abgeholt und an den Flughafen gefahren. Als Überraschung kamen auch die Eltern von Bopa aus dem Wallis angereist um mir “Goodbye” zu sagen. Mit Tränen in den Augen verabschiedete ich mich vor dem Security Check von meinen und seinen Eltern. Es war ein sehr emotionaler und gleichzeitig wunderschöner Start in mein Abenteuer…..

“Es gibt Menschen die dich vergessen sobald du nicht mehr da bist.
Und dann gibt es Menschen, die an dich denken, egal wie weit entfernt du bist.”

Kurz nach 15.25 Uhr zog der Pilot der Emirates-Maschine das Fahrwerk ein und gute 6 Stunden später sind wir wohlauf in Dubai gelandet. Nachdem wir unser Gepäck auf dem Rollband entgegengenommen hatten, bestellten wir uns ein UBER. Die Bestellung verlief reibungslos und der Fahrer sollte in 8 min. da sein. Tiptop, ausser dass er eine Ewigkeit nicht eintraf. Alle anderen Gäste die nach uns kamen wurden längst von ihrem UBER-Fahrer abgeholt, nur wir beide standen da wie bestellt und nicht abgeholt. Irgendwann wurde es uns zu bunt und deshalb riefen wir ihn kurz an. Et voilà, keine Minute später stand er plötzlich neben uns. Vermutlich machte er noch ein Powernap oder hatte einfach keine Lust aus seinem klimatisierten Auto auszusteigen. Egal, wir waren einfach froh, dass er endlich da war. Kurz nach 1.00 Uhr sind wir dann im Hotel „Steigenberger“ angekommen. Die Blicke der Hotelangestellten waren unbezahlbar. Zum einen, da wohl eher selten Backpackers in diesem Hotel absteigen und zum anderen, meine tollen Elefantenhosen sicherlich nicht zur Garderobe der normalen Hotelgäste gehören. 

„Lieber verrückt das Leben geniessen, als normal langweilen!“

Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem leckeren Frühstück auf Richtung Burj Khalifa. Je näher wir ihm kamen, desto mehr stockte uns der Atem. WOOOOOOOOOOOW, echt beeindruckend. Der Burj Khalifa ist mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt. Nach etwa 1000 Fotos in der brütenden Hitze und einer anfänglichen Nackenstarre, kühlten wir uns in der Shopping Mall ab. 

Im späteren Nachmittag versuchten wir unser Glück erneut und bestellten ein UBER. Unglaublich aber wahr, nachdem der Fahrer nach 20 min. immer noch nicht eingetroffen war, haben wir die Bestellung abgebrochen und ein Taxi zurück ins Hotel genommen. Zum Start meines Abenteuers wollten wir am Abend in einem Restaurant am Beach essen gehen. Doch sehr rasch wurde uns bewusst, dass sich dies mit unserer Garderobe und unserem Geldbeutel nicht ganz vereinbaren lässt. Nachdem wir ca. 2 Stunden nach einem passenden Restaurant gesucht hatten, landeten wir schlussendlich im libanesischen Restaurant direkt neben unserem Hotel und es war sehr lecker.

Am 2. Tag in Dubai machten wir eine typische “Touri-Sightseeing-Tour” mit einem Hop-On-Hop-Off Bus. Als ein Ticketverkäufer auf Bopa zuging und ihm alles schmackhaft machen wollte, meinte Bopa noch bevor er seinen ersten Satz beenden konnte “yes, we’d like two tickets”. Der Ticketverkäufer war so perplex, dass er nur noch erwiderte “really?”. Dazu ist jedoch zu sagen, dass er natürlich nicht wusste, dass wir am Vortag schon von seiner Kollegin zugetextet wurden und somit genau wussten, was wir wollten. Das praktische an Bustouren ist, dass man sich auf eine gemütliche Art und Weise einen guten Überblick über eine Stadt machen kann. Uns wurde jedoch schon bald bewusst, dass Dubai uns nicht wirklich vom Hocker haut, aber wir fuhren weiter.

Beim Beach stiegen wir aus und machten uns bei gefühlten 40 Grad im Schatten auf zum Burj Al Arab. Die Reise hatte jedoch ein schnelles Ende, da man ohne Reservierung in einem der Restaurants nur bis zum Gate kommt und keinen Schritt weiter, ansonsten wird man sehr rasch zurückgepfiffen. Ich rede aus eigener Erfahrung. 😉  

Am Abend gönnten wir uns ein leckeres Steak beim Brunnen des Burj Khalifa und schauten dabei den grandiosen Wasserspielen zu, welche uns natürlich direkt an unser geliebtes Las Vegas erinnerten. 😉

Als wir später wieder zurück im Hotel waren, buchte ich meinen Weiterflug von Mumbai nach Vientiane. In dem Moment als ich meine Kreditkartenangaben eingeben wollte, war auf einmal die Verbindung unterbrochen. Kurze Zeit später erhielt ich eine E-Mail, dass der Flug gebucht, jedoch die Bezahlung fehlgeschlagen war. Aus diesem Grund müsse ich mich direkt mit der Fluggesellschaft telefonisch in Verbindung setzen, ansonsten würde das Ticket verfallen. Hmmm, dies verfallen zu lassen und einen neuen Flug zu buchen, war mir irgendwie zu riskant, weshalb ich mich für den Anruf entschied. Die Rezeptionistin meinte ein Anruf von Dubai nach Thailand kostet 3 Dollar in der Minute. Okey, man gönnt sich ja sonst nix. Besonders wenn man bedenkt, dass man sicherlich 15 min. in einer Warteschleife sitzt, bevor man nur einmal einem dieser Agents sein Problem auf Englisch erklären kann. Egal, ich hatte keine andere Wahl. Doch dann hatte Bopa die grandiose Idee einfach Geld auf meinem Skype-Konto aufzuladen und per Skype anzurufen. Gesagt – getan und der Anruf kostete nur noch 3 Cents pro Minute. Das hatte wunderbar funktioniert und ich hatte nun auch einen Weiterflug nach Laos. Nach dem Telefonat hatten wir uns spontan entschieden den Tag gemütlich bei einer Shisha ausklingen zu lassen.

Die Tage flogen nur so an uns vorbei und nun war schon der letzte Tag in Dubai. Zuerst brauchten wir eine Abkühlung im Hotelpool und danach buchten wir 2 Tickets für die Aussichtsplattform im 148. Stock – 550 Meter in der Höhe – des Burj Khalifa. Die Tickets haben zwar einen stolzen Preis (CHF 125.- / Person), jedoch kann ich es gleich vorab nehmen, es hatte sich mehr als gelohnt. Da wir beide etwas Höhenangst haben, kriegten wir teilweise schon etwas kalte Füsse, wenn wir im 148. Stock auf der Aussichtsplattform standen. Es war für uns ein schwindelerregendes und geniales Erlebnis zugleich, welches wir als klares “must to do” bezeichnen, wenn man nach Dubai reist. Zusammengefasst war Dubai für uns nice to see, aber nicht zwingend ein Ort an welchen wir nochmals zurückkehren müssten.

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